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Aggression gehört nicht automatisch zur Diagnose Demenz

Aggression und Gewalt im Wohnbereich wirkungsvoll begegnen

Pflege- und Betreuungskräfte bemerken seit Jahren, dass im teilintegrativen Pflegekonzept mehr und mehr demente Menschen in einem Wohnbereich versorgt werden. 2018 ermittelte ein Online-Statistik-Portal (Statista), dass 64% der Heimbewohner in Deutschland eine dementielle Entwicklung aufzeigen. Wo demente und nicht-demente Bewohner auf engstem Raum zusammenleben sollen, gibt es ein Spannungsfeld, das täglich wechseln kann. Dies ist eine große Herausforderung für alle Mitarbeiter.

Übergriffe, Gewalt, Ablehnung und Aggression bei der Versorgung dementer Bewohner begegnen Betreuungs- und Pflegepersonen im Wohnbereich jeden Tag. Es gibt verschiedene Anlässe, die zu aggressiven Verhaltensweisen führen können. Eine häufige, alltägliche Interaktion mit dementen Menschen ist z.B.:

  • Die Pflege- oder Betreuungskraft baut eine Art „Schutzzone“ um sich herum auf, die auf den Bewohner arrogant/unbeteiligt wirkt. Im Gegenzug überschreitet der/die BewohnerIn die Grenzen und die versorgende Person fühlt sich angegriffen oder verunsichert.

Aggression kann in diesem Zusammenhang auch eine natürliche Reaktion auf Gefühle von Bindungsverlust, Angst oder Scham sein.

  • Missverständnisse im Betreuungsalltag führen oft zu Verweigerung oder Ablehnung. Nicht empathisch bearbeitet, verstärkt sich die Blockadehaltung – oft auf beiden Seiten.
  • Nach körperlichen Gewaltübergriffen kann unsicheres oder ängstliches Verhalten des Betreuungspersonals oder der Pflegeperson zur Verstärkung oder Verschlimmerung der Situation führen.
  • Aggressives Verhalten kann – muss nicht – eine Folge der Hirnleistungsstörung bzw. der psychiatrischen Einschränkung sein.
  • Auch der Verlust von  Zuhause, Personen, Dingen, Gedächtnis und Erinnerung kann ebenfalls aggressives Verhalten zur Folge haben.

Um solche alltäglichen Situationsauslöser geht es an diesem Seminartag  

Das Seminar bietet:
  1. Die Erkenntnis, dass die Eskalation des Konflikts zur Gewaltanwendung ganz überwiegend das Resultat eines prozesshaften Geschehens ist und ein Teil der Interaktion zwischen Bewohnern bzw. Bewohnern und Betreuungs- bzw. Pflegekräfte
  2. Angemessene Situationseinschätzung als differenzierte Wahrnehmung der augenblicklichen Konfliktbedingungen im Wohnbereich
  3. Erkennen der aggressionsfördernden/aggressionshemmenden Momente auf Eigen- und Fremdverhalten
  4. Aggressions- und Ärgerkontrolle, Selbstkontrolle und emotionale Stabilität bei Pflegekräften und Betreuern zur Steuerung der Deeskalation
  5. Fallbeispiele für person-zentriertes Verhalten und non-direktive Kommunikation
Die ideale Raumplanung zur Seminarvorbereitung >>> 
Seminar-Nr. D-5158-25
Dauer 1 Tag
Zielgruppe Pflegefachkräfte, Pflegekräfte, Betreuer
Gruppengröße 16 Teilnehmer
Methoden Präsentation und Vortrag, Interaktion mit der Gruppe zum Thema, Erfahrungsaustausch und Analyse von Einzelsituationen, Visualisierung, Arbeit anhand von Fallstudien, praktische Übungen und situiertes Lernen mit dem Ziel Transfer an den Arbeitsplatz

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